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Wie ernst nimmt die Landesregierung das Thema Nachhaltigkeit?

Ende März wurde der erste Zwischenbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie von Hessen veröffentlicht. In 70 Seiten wird darin ein Überblick über die Strategie und die Maßnahmen und Ziele gegeben. Die Grüne Jugend Hessen ist verwundert darüber, dass einer der ersten „Experten“, die im Zwischenbericht zu Wort kommen, Dr. Fritz Vahrenholt ist. Vahrenholt ist Mitglied des Aufsichtsrates von RWE Innogy und hat zuletzt durch seine Äußerungen, der Klimawandel sei kaum durch Menschen verursacht und der Weltklimarat sei zu parteiisch, hohe mediale Aufmerksamkeit erhalten. „Es ist vollkommen unverständlich, dass ein Klimaskeptiker und Mitarbeiter für RWE ein solches hohes Ansehen im Beirat zur Nachhaltigkeitsstrategie Hessens genießt. Er forderte unter anderem die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und schlug vor, sich mehr Zeit bei dem Umbau des Energiesystems zu lassen. Ein solcher wissenschaftlicher Berater wird das Land Hessen wohl kaum im Bereich Nachhaltigkeit voran bringen. Eher lassen seine Äußerungen vermuten, dass er vorrangig die Interessen von RWE vertritt.“ so Kaya Kinkel und Benjamin Weiß, Landesvorsitzende der Grünen Jugend Hessen. Der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen fordert die Landesregierung auf, den Beraterplatz mit einer unabhängigen Person neu zu besetzen. Nur so könne gezeigt werden, dass mehr Nachhaltigkeit nicht nur ein Mittel zur besseren Außendarstellung, sondern ein wirkliches Ziel der Landesregierung sei.