AllgemeinLandesmitgliederversammlung

Bildungsgipfel, Mitgliederwerbung und ökologische Themen – Mitgliederversammlung der Grünen Jugend Hessen

Am vergangenen Wochenende, vom 27. – 28. September, kamen junge Menschen aus ganz Hessen zur Mitgliederversammlung der Grünen Jugend Hessen (GJH) nach Bad Hersfeld.

Den Schwerpunkt dieser Landesmitgliederversammlung bildete das Thema Bildung. Aufbauend auf einer Ideenwerkstatt zum Thema, die Anfang September in Frankfurt stattfand, stellte der Landesvorstand einen Leitantrag vor, der die Position der GJH für den hessischen Bildungsgipfel zusammenfasst. „Schulen sollten Orte sein, die von den Schüler*innen gerne besucht werden und an denen das Lernen Spaß macht. Wir haben Vorschläge für Maßnahmen erarbeitet, um den Schulalltag deutlich zu verbessern“, so die Landesvorsitzenden Lisa Süß und Alexander Unrath. „Schüler*innen, die durch die Lernumstände motiviert werden, erbringen nachweislich bessere Leistungen. Wir sprechen uns daher ebenso für eine vorsichtige Heranführung an das Notensystem aus, wie für einen zeitlich flexiblen Schulbeginn, der den verschiedenen Entwicklungsphasen junger Menschen gerecht wird.“ Weitere Gesichtspunkte, die von der GJH diskutiert wurden, sind die Ausstattung der Schulen, die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, eine modularisiert Oberstufe statt der Schulformen G8 und G9, sowie Inklusion und die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems.

Neben Verhandlungen über die bildungspolitische Ausrichtung der GJH wurde auch über die Organisation in den eigenen Reihen gesprochen. Der Landesvorstand stellte ein Konzept zum Thema Werbung und Einbindung von Mitgliedern vor. „Der zentrale Sitz der Landesgeschäftsstelle in Frankfurt kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie weit verzweigt die Strukturen der Grünen Jugend Hessen sind und dass ein großer Teil unserer Basis in den ländlichen Kreisverbänden sitzt“ so die Vorsitzenden. „Wie wir unsere Mitglieder, gerade über räumliche Distanzen hinweg, verstärkt einbinden und bei eigenen Aktionen noch besser unterstützen können, ist eine Frage und Herausforderung, der sich der aktuelle Landesvorstand intensiv widmen möchte.“ Durch die Präsentation des Konzepts und die folgende Diskussion mit den Mitgliedern wurde eine fruchtbare Grundlage geschaffen.

Auch ökologische Themen kamen bei dieser Landesmitgliederversammlung nicht zu kurz. Gleich zwei Anträge befassten sich mit diesem „urgrünen“ Themengebiet: Zum einen haben die Mitglieder der Grünen Jugend Hessen über die fortschreitende Versalzung der Werra diskutiert und konkrete Forderungen an die Landesregierung formuliert. Hierzu gehören die Aussetzung einer Verlängerung der Versenkgenehmigung und eine abfallverringernde Verlängerung des Produktionspfades zum Kali-Abbau. Zum anderen wurde über die Akzeptanz von Windkraftanlagen in der Bevölkerung gesprochen. Die Grüne Jugend Hessen fordert die Entscheidungsträger*innen dazu auf, die betroffene Bevölkerung früher in die Abwägungsprozesse solcher Bauprojekte miteinzubeziehen und ihre Ängste ernst zu nehmen.

Darüber hinaus war die Forderung nach einer Trennung von Regierungsamt und Landtagsmandat Inhalt der Diskussion und wurde von den Mitgliedern der Grünen Jugend Hessen in einem Antrag beschlossen.

Ein weiterer Bestandteil der Landesmitgliederversammlung waren methodische Workshops für Neumitglieder und Antragssteller sowie zur Internetpräsenz der Grünen Jugend Hessen. Ein inhaltlicher Workshop zum aktuell brisanten Thema der von der EU geplanten Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA rundete da Programm ab.