Zum Vorstoß der Justizministerin Kühne-Hörmann und anderer CDU-Politiker* innen zum Burkaverbot erklären Lisa Süß und Alexander Unrath, Vorsitzende der Grünen Jugend Hessen:
„Die Debatte um das Burkaverbot ist ermüdend. Ein Burkaverbot im öffentlichen Raum ist ein Schritt in die falsche Richtung. Ein Verbot, das einen massiven Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht darstellt, hilft niemandem. Ganz im Gegenteil, es verstärkt die Abgrenzung und Isolation. Wir wollen stattdessen in einem Land leben, in dem jede*r sein/ihr Leben selbstbestimmt gestalten kann. Dazu gehört nicht nur, die Religionszugehörigkeit frei entscheiden zu dürfen, sondern auch die freie Wahl über die Art und Weise des Auslebens der Religion, solange dabei andere Menschen nicht in ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Solange Frauen aus freiem Willen eine Burka tragen wollen, sollte ihnen das entsprechend erlaubt sein. Frauen, die zum Tragen der Burka gezwungen werden, benötigen hingegen Unterstützungsangebote statt isolierender Verbote. Wir appellieren daher an die hessische CDU die im schwarz-grünen Koalitionsvertrag festgehaltene „Willkommenskultur“ umzusetzen und sich von der Polemik einiger CDU-Politiker*innen zu distanzieren. Wir wollen ein lebensfrohes, buntes und vielfältiges Hessen. Dazu gehört es auch, dass man respektvoll miteinander umgeht, anstatt Angst und Misstrauen durch reaktionäre Handlungen zu schüren“.
