Auf dem Weg zu einer wirklichen Gleichstellung von Frau* und Mann* gilt es noch viele Hürden zu bewältigen. Eine Benachteiligung von Frauen* im Beruf, Sexismus und Gewalt gegen Frauen* sind nicht nur, aber auch in Deutschland ein alltägliches Problem. Nach wie vor verdienen Frauen* durchschnittlich 22% weniger als Männer*, bei gleicher Leistung in der gleichen Tätigkeit sogar bis zu 8% weniger Lohn als die männlichen* Kollegen. Gleichzeitig sind viele frauen*spezifische Produkte teurer als ihre für Männer* gedachten Äquivalente. In Führungspositionen und in den Parlamenten sind nur wenige Frauen* zu finden. Die meisten Unternehmen geben zu, nur eine Frau* in die obere Führungsetage gelassen zu haben, um Sexismus-Vorwürfen entgegen zu wirken. Nur wenige stellen mehr als eine Frau* in dieser Position ein. Die Frauen*quote ist und bleibt daher für uns ein wichtiges Instrument, um Frauen* nach vorne zu bringen! Dazu kommt, dass Frauen* sich in ihrem Job oft weniger zutrauen oder Mütter von ihrem Umfeld unter Druck gesetzt werden, die Karriere dem Partner zu überlassen und sich lieber auf die Mutterrolle zu konzentrieren. Das wird auch in den Medien immer wieder deutlich, beispielsweise wenn die Bunte bezogen auf Simone Peter „Sechs Tage Karriere, ein Tag für das Kind“ titelt, die gleiche Situation bei Männern* allerdings als vollkommen normal erachtet wird und keinerlei Aufsehen erregt.
Frauen* werden zudem weitaus häufiger Opfer sexueller Belästigung: Mehr als die Hälfte aller Frauen wurde bereits einmal sexuell belästigt! Knapp 42 Prozent der Vorfälle ereignen sich am Arbeitsplatz, bei der Ausbildung oder in der Schule.