Schon lange ist bekannt, dass eine fleischintensive Ernährung zu starken Belastungen für die Umwelt führt. Ein Beispiel ist der erhöhte Wasserverbrauch bei der Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln im Vergleich zu pflanzlichen Nahrungsmitteln.
Nun veröffentlichte der WWF (World Wide Fund For Nature) die Studie “Klimawandel auf dem Teller“, die wissenschaftlich bestätigt, dass der Fleischkonsum einen hohen Anteil am globalen CO2-Ausstoß hat: Allein in Deutschland könnte durch einen reduzierten Fleischkonsum und weniger Lebensmittelabfälle 67 Millionen TonnenTreibhausgase eingespart werden – das entspräche dem jährlichen CO2-Ausstoß von Portugal.
Esther Schwedler, Beisitzerin im Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen, erklärt dazu:
„Solche schockierenden Zahlen sollten uns zeigen, dass eindeutig eine Grenze erreicht ist, bei der wir unser Konsumverhalten ändern müssen.“
Der WWF hat außerdem errechnet, dass die Emissionen von 75 Milliarden PKW-Kilometern eingespart werden können, wenn jede/R BundesbürgerIn pro Woche einmal auf Fleisch verzichtet.
Der Landesvorstand der Grünen Jugend Hessen schließt sich deshalb der Forderung des Vegetarier Bund Deutschlands an als ersten Schritt, in Mensen und Kantinen einen „Fleischfreien Donnerstag“ einzuführen.
„Der/die durchschnittliche Deutsche isst im Jahr 60 kg Fleisch. Das ist gesundheitlich bedenklich und fördert die industrialisierte Massentierhaltung mit all ihren negativen Folgen. Dazu kommt noch der Klimaaspekt, dass 70 % der direkten Emissionen von Nahrungsmitteln auf Fleischliche zurück geführt werden können.“,so Schwedler weiter.
Langfristig fordert der Landesvorstand der Grüne Jugend Hessen, dass Kantinen, Mensen oder Restaurants überwiegend vegetarische Gerichte und regionales Bio-Fleisch anbieten und auch preislich einen Unterschied zwischen dem Luxusgut Fleisch und der umweltschonenderen Variante deutlich machen.
„Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Fleischkonsum zu reduzieren“, ist sich der Landesvorstand einig.